Opel 9 / 30 PS Spitzkühler

von Familie Hüppe

Technische Daten

Baujahr:

1922

Motor:

4-Zylinder

Hubraum:

2300 cm³

Leistung:

30 PS

Max. Drehmoment:

?

Getriebe:

4-Gang manuell

Verbrauch (L/100km):

14 L

Höchstgeschwindigkeit:

85 km/h

0 - 100 km/h in:

?

Leergewicht:

? kg


Allgemeine Informationen

Der Opel 9/30 PS wurde von 1922 bis 1924 als Nachfolger des Opel 9/25 PS gebaut. Der Motor wurde nach einigen Verbesserungen, wie z. B. eine Leistungssteigerung von 28 auf 30 PS, vom Vorgänger übernommen. Der 9/30 PS war ein PKW der oberen Mittelklasse dessen Produktion Ende 1924 eingestellt wurde. Im Folgejahr erschien mit dem 10/40 PS das Nachfolgemodell.

 

Geschichte und Zustand

1991 ist Oldtimerliebhaber Werner Hüppe durch Bekannte und Freunde aus Schweden auf dieses Fahrzeug aufmerksam gemacht worden. Da bekannt war, dass sein Herz für Opel Vorkriegsfahrzeuge schlägt, hat er sich sofort auf den Weg gemacht und dieses Fahrzeug nach Deutschland in seine Werkstatt geholt.

 

Er fand dieses Auto in einem relativ guten Zustand vor. Die Technik war in Ordnung, die Blechteile waren vollständig vorhanden, die Holzteile jedoch mussten komplett erneuert werden. Der Kühler war defekt und konnte nicht mehr repariert werden. Durch einen Unfall war er nicht mehr reparabel. Den neuen Kühler hat Werner Hüppe mit viel Mühe in Norwegen aufgetrieben.

Da dieses Fahrzeug ein robustes Naturell hat, ist es in Schweden – man höre und staune – als Viehtransporter gelaufen.

Werner Hüppe hatte „nichts Besseres“ zu tun als dieses Auto komplett auseinander zu nehmen und es von Grund auf zu restaurieren. Keine Schraube, auch wenn sie noch so gut aussah blieb an Ihrem Fleck. Es ist halt seine Art „ganz oder gar nicht“. Wenn man seine anderen Autos sieht, weiß man auch warum.

 

Die Aufbereitungszeit für diesen sogenannten Spitzkühler (schauen Sie sich die Bilder an, dann wissen Sie warum es so heißt) war ca. 2 Jahre.

 

Nach dem dieses Auto wieder mit viel Mühe und Herzblut aufgebaut wurde, hat Werner Hüppe schon 40.000 km gefahren. Nach seiner Aussage ist dieses hervorragend restaurierte Vorkriegsfahrzeug voll alltagstauglich. Außer Ölwechsel, abschmieren und mal einen neuen Satz Reifen benötigt es keine weitere außergewöhnliche Pflege. Er fährt jährlich ca. 3.000 km und ist stolz darauf, dass seine Autos keine Museumsautos sind, die leider nicht für ihre eigentliche Bestimmung genutzt werden.

 

Für ihn muss ein Oldtimer auf die Straße, denn erst dann können sich auch Interessierte und Zuschauer daran erfreuen.